Corona-Impfung sensibilisiert Tumore für Immuncheckpoint-Inhibitoren

Research output: Contribution to journalReview article

Abstract

Corona-mRNA-Impfstoffe waren ursprünglich entwickelt worden, um vor Infektionen mit SARS-CoV-2 zu schützen. Jetzt haben US-amerikanische Forscher gefunden, dass der Impfstoff resistente Tumore für Immuncheckpoint-Inhibitoren sensibilisiert. In Tierversuchen führten Corona-mRNA-Impfstoffe zu einem Anstieg von Interferon-alpha, wodurch Immunzellen in die Lage versetzt wurden, CD8+-T-Zellen zu stimulieren. Bei gleichzeitiger Behandlung mit Immuncheckpoint-Inhibitoren waren die aktivierten CD8+-T-Zellen schließlich imstande, Krebszellen resistenter Tumor zu töten. Eine ähnliche Immunantwort wurde auch beim Menschen beobachtet. Retrospektive Kohortenstudien zeigten zudem, dass eine Immunisierung mit Corona-mRNA-Impfstoffen innerhalb von 100 Tagen nach Beginn einer Immuncheckpoint-Inhibitoren-Therapie mit einer signifikant verbesserten Gesamtüberlebensdauer bei Krebspatienten einherging. Diese Ergebnisse befürworten eine routinemäßige mRNA-Impfung bei Krebspatienten, um deren Immunsystem kurzfristig zu stimulieren, damit Immuntherapien besser wirken können.
Original languageGerman
Pages (from-to)676-678
Number of pages3
JournalNaturwissenschaftliche Rundschau
Volume79
Issue number1
Publication statusAccepted/In press - 1 Jan 2026

Cite this